10:40 – 11:30 Uhr
Donnerstag, 2. Juli 2026
Gesundheitsdaten gelten als Schlüssel für die Medizin der Zukunft – insbesondere in der Genomforschung. Bei seltenen Erkrankungen ermöglichen neue Verfahren wie die Ganzgenom-Sequenzierung erstmals eine schnelle und präzise Ursachendiagnostik. Statt jahrelanger diagnostischer Odysseen können genetische Varianten identifiziert, Krankheitsverläufe besser vorhergesagt und in einigen Fällen gezielte Therapien entwickelt werden. Doch dieser Fortschritt ist nur möglich, wenn große Mengen molekularer Daten zusammengeführt und ausgewertet werden – oft über Institutionen und Länder hinweg. Gerade bei seltenen Erkrankungen gilt: Je mehr Daten verfügbar sind, desto höher ist der Erkenntnisgewinn. Damit entsteht ein zentrales Spannungsfeld: Wie lassen sich hochsensible genetische Daten so nutzen, dass medizinischer Fortschritt entsteht, ohne Vertrauen zu verlieren oder neue Ungleichheiten zu verstärken? Wer ist in diesen Datensätzen vertreten – und wer nicht? In diesem moderierten Hearing treffen Perspektiven aus Genomforschung und gesellschaftlicher Analyse aufeinander. Gemeinsam mit dem Publikum diskutieren wir, wie sich Datenzugang, wissenschaftlicher Fortschritt und faire Teilhabe in der Medizin der Zukunft zusammenbringen lassen. Speaker:innen werden noch bekannt gegeben. +++ Diese Session ist Teil unseres Programm-Tracks "Medizin der Zukunft (Wissenschaftsjahr 2026)" und ist gefördert durch das Bundesministerium Forschung, Technologie und Raumfahrt. +++