Disruption - ja bitte! Aber mit welchem Kompass? Live-Demonstration und Diskussion einer Aktivistin* und eines Unternehmers - und die KI-Frage, die über Würde, Arbeit und Freiheit entscheidet.
15:00 – 15:25 Uhr
Freitag, 3. Juli 2026
Auf der einen Seite der Bühne steht Hermann Ferstl, geschäftsführender Gesellschafter einer Münchner Technologie-Beratung, stets auf der Suche nach Optimierung und Effizienz; auf der anderen Seite ist Tamara Banez, die als Aktivistin* und politische Liedermacherin* seit vielen Jahren für eine menschlichere Welt kämpft. Für technische Innovation kann sie sich zwar ebenso begeistern wie ihr Gesprächspartner, sieht aber auch große Gefahren darin. Gerahmt wird die Diskussion durch einen musikalischen Beitrag der Singer-/Songwriterin*. Ein Teil der Musik ist – wie sollte es anders sein – KI-produziert. Hermann Ferstl und Tamara Banez zeigen auf, was in ihren jeweiligen Berufen theoretisch mit KI machbar wäre - und stellen unbequeme Fragen: Personalführung mit KI? Songwriting durch die Maschine? Heute stehen wir am Anfang einer KI-Disruption, die mehr als alle bisherigen Technologien in nahezu jeden Bereich des gesellschaftlichen Zusammenlebens ausstrahlt. In einer leidenschaftlichen Diskussion ringen zwei Menschen nach einem gemeinsamen Weg, deren Ausgangshaltungen unterschiedlicher kaum sein könnten. Es eint sie jedoch das Ziel, den Umbruch konstruktiv mitzugestalten. Es geht um die Arbeitswelt der Zukunft, um ein würdevolles Miteinander in der “Welt des gläsernen Menschen” und, damit verbunden, um den Umgang mit bzw. die Beschränkung von Technologien. Zwei Kernfragen schwingen dabei stets mit: Können zwei so unterschiedliche Haltungen denn überhaupt zusammenfinden - oder können sie einander am Ende vielleicht sogar bereichern? Und (wie) kann der sich anbahnende Wandel auf Basis humanistischer Werte gestaltet werden? Abschließend werden - gemeinsam mit dem Publikum - Wege und ggf. nötige Begrenzungen ausgelotet, um Demokratie und Menschenwürde zu bewahren.