Frauengesundheit: Vom blinden Fleck zum Zukunftsmarkt
11:40 – 12:30 Uhr
Donnerstag, 2. Juli 2026
Frauengesundheit gilt heute als einer der größten unerschlossenen Märkte im Gesundheitswesen – gerade weil Frauen über Jahrzehnte systematisch unterversorgt wurden. Medizinische Forschung, Diagnostik und Therapien basierten lange Zeit vor allem auf männlicher Biologie und entsprechenden Datensätzen. Die Folge sind bis heute erhebliche Lücken bei Prävention, Diagnose und Behandlung. Zwar fließt inzwischen deutlich mehr Kapital in Innovationen rund um Frauengesundheit, doch von einem Selbstläufer kann keine Rede sein. Um das Potenzial dieses Feldes auszuschöpfen, braucht es mehr als Investitionen: bessere Daten, inklusivere Forschung, neue diagnostische Ansätze und ein tieferes Verständnis dafür, wie Krankheiten und Therapien Frauen unterschiedlich betreffen. Das Panel beleuchtet, warum Frauengesundheit so lange vernachlässigt wurde, weshalb das Gesundheitssystem diesem Thema noch immer nicht die nötige Priorität einräumt und wo heute die größten Chancen für Innovation, Prävention und neue Geschäftsmodelle liegen. Moderiert von Marcel Weigand. +++ Diese Session ist Teil unseres Programm-Tracks "Medizin der Zukunft (Wissenschaftsjahr 2026)" und ist gefördert durch das Bundesministerium Forschung, Technologie und Raumfahrt. +++
Publikumsschätzung
Das Ergebnis siehst du auf dem Bühnen-Screen.
Endometriose und erektile Dysfunktion sind beide geschlechtsspezifische Erkrankungen. 2019–2023 floss in eine davon weltweit deutlich mehr Start-up-Finanzierung. Um welchen Faktor mehr und in welche?
Ergebnisse
| Endometriose: ca. 5x | Endometriose: ca. 22x | Erektile Dysfunktion: ca. 10x | Erektile Dysfunktion: ca. 28x | |
|---|---|---|---|---|
| Runde 1 | 6% | 6% | 33% | 56% |