16:00 – 16:25 Uhr
Donnerstag, 2. Juli 2026
Unabhängiger werden von amerikanischen und chinesischen Technologie-Konzernen, die im Zweifel von ihren eigenen Regierungen unter Druck gesetzt werden können: Um das zu erreichen, will Europa digital souverän werden. Doch was bedeutet Digitale Souveränität eigentlich jenseits des Buzzwords? Wie lässt sich messen, ob Organisationen tatsächlich unabhängiger, resilienter und handlungsfähiger werden? Dr. Laura Dornheim, Chief Digital Officer der Landeshauptstadt München, stellt den Souveränitäts-Score vor, den München entwickelt hat, um digitale Abhängigkeiten systematisch sichtbar zu machen und Fortschritte auf dem Weg zu mehr Handlungsfähigkeit zu messen. Wo steht München heute – und was braucht es, um digitale Souveränität in der Praxis umzusetzen? Im anschließenden Gespräch geht es um die größeren Fragen dahinter: Welche Trade-offs entstehen zwischen Offenheit, Sicherheit, Innovation und Unabhängigkeit? Wie kann die öffentliche Verwaltung als Vorreiter zum digitalen Ökosystem Deutschlands und Europas beitragen? Und bedeutet mehr Souveränität womöglich, auf Innovationen – etwa im Bereich KI – verzichten zu müssen? Eine Session über konkrete Erfahrungen, politische Zielkonflikte und die Zukunft digitaler Handlungsfähigkeit.